Freitag, 7. Dezember 2007

Tiefsee: Leben in der Kälte

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,521845,00.html

Schnecken betreiben beim Spiegel Chemosynthese. In der Bildergalerie wird eine Schnecke mit folgender Bildunterschrift gezeigt:
Die Lebewesen - hier eine Nacktschnecke - beziehen ihre Energie von dem Methan, das mit den kalten Quellen austritt.

Wahrscheinlich hat der Athor auch ein bißchen zuviel an Methan geschnüffelt.

Sonntag, 7. Oktober 2007

Bayerisches LKA und Zollfahnder spähen Rechner aus

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,509861,00.html

Wiedermal mein Lieblingsthema bei spiegel.de: IT

Was bitte bedeutet "Kryptierung" ? Also der Duden kennt das Wort nicht.
Gemeint ist sicherlich Verschluesselung, aber das klingt nicht so geek.
Wenn man schon mit Fachwoertern um sich schmeissen will, dann bitte "Ecryption" verwenden.

Aber viel lustiger noch ist die Abbildung mit dem Untertitel "Ausschnitt eines Computerbildschirms: LKA und Zollfahnder hoeren Internet-Telefonie ab."

Was bedeutet diese Unterschrift im Zusammenhang mit den verwendeten Satzzeichen?
Dass man einen Ausschnitt eines Comnputerbildschirms sieht, wo die guten Jungs grade dabei sind, Internet-Telefon abzuhoeren. Nur leider ist das nicht auf der Abbildung gezeigt. Man sieht lediglich das Ergebnis eines Aufrufes des Kommandos "ipconfig" in einer Dos-Box.

Und wieder hat die Spiegelredaktion bewiesen, dass sie weder Ahnung von IT noch von deutscher Zeichensetzung hat.

Freitag, 28. September 2007

Linux ist besser und schlechter als Windows

http://www.spiegel.de/netzwelt/tech/0,1518,507498,00.html

Wieder ein Leckerbissen von Spiegel-Online:

Ein Windowsuser macht erste Erfahrungen mit einem OS und hat hierfuer eine Ubuntu-Distribution ausgewaehlt. Und jetzt die Preisfrage: "Was ist ein umgekehrter Schraegstrich?"
Einfach selber nachlesen und weitere Laecherlichkeiten entdecken.

Neu jetzt beim Werbeblogg: Besonders disqualifizierte Authoren ehren wir ab jetzt an dieser Stelle durch Nennung ihrer Namen. In diesem Fall ist es Juergen Vielmeier, er schreibt als freier Journalist ueber das Thema IT. Schade nur, dass er davon nichts versteht...

Donnerstag, 27. September 2007

Yucatan, kurz vor dem Impakt

http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/0/0,1872,7006720,00.html

Ein weiteres Beispiel fuer die Verschwendung unserer GEZ-Gebuehren (Ja, man darf die so nennen!), zeigt die volksverdummende Abbildung auf dieser Seite zum Thema Meteoriteneinschlaege auf der Erde. Hier hat der Redakteur wohl ein paar Schlaege zu viel auf sein Denkorgan (so vorhanden) abbekommen. Illustiert wird hier die Szene auf Yucatan, am Himmel der kurz vor seinem Aufschlag stehende Himmelskoerper. Schoen.
Nicht schoen sind die Gebaeude im Vordergrund - wahrscheinlich waren die Dinos kurz vor ihrem Aussterben wesentlich weiter entwickelt als angenommen!

Freitag, 21. September 2007

Mit 100% Gammelfleisch

Heute war ich beim Burgerking Gutscheine einloesen. Waerend ich so in der Schlange stand und mir die Kundeninformationen ueber der Ausgabe bestrachtete, fiel mein Blick auf den Long Chicken.

Der Long Chicken ist mit 100% Haehnchenbrustfilet. Toll, dachte ich, und mit was noch ?

Naiv, wer jetzt glaubt, das waere jetzt die einzige Zutat.
Wenn eine Speise mit einer Zutat bereitet ist, dann kann (und wird vermutlich) da auch noch mehr drin sein, z.B. Schlachtabfaelle, Saegespaene, usw.

Uebrigens sind die Burger von Burgerking auch mit 100% Fett.

Nochwas: Bier ist mit 100% Alkohol

Dienstag, 31. Juli 2007

Spiegel aktuell

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,497261,00.html

Schon seit 360 Millionen Jahren schwimmt diese Art im Meer: Vor der Insel Sulawesi ging ein Quastenflosser ins Netz, den Forscher nun untersuchen.

Soso, ich wuerde sagen "Sommerloch".
Wenigsten benutzt die Redaktion Praeteritum; denn die letzten dokumentierten Aufzeichnungen waren:

1938
1952
1997 / 1998 tot
April 2004 und
22. Mai 2007
(http://de.wikipedia.org/wiki/Quastenflosser)

Und schon fuenf Wochen spaeter bemerkt es die hellwache Spiegelredaktion.

3/4 des unter "Wissenschaft" eingeordneten Artikels beschaeftigen sich mit den Erlebnissen und Gefuehlen des Fischers und klaert uns darueber auf, dass er wohl Unglueck bringen koennte.
Im letzten Viertel werden spaerliche Informationen ueber Quastenflosser unters Volk gebracht, welches sich besser auf Wikipedia zeitnaher und umfassender informieren kann.

Wieder eine Glanzleistung in Sachen Aktualitaet und Qualitaet - weiterschlafen!

Dienstag, 10. Juli 2007

Google und Yahoo suchen neue Freunde

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,493617,00.html

Yahoo entwickelt ein neues soziales Netzwerk, Google sammelt an Universitäten Ideen für die nächste Menschel-Maschine. Denn im sozialen Netz sind die beiden Web-Konzerne Zwerge.


Jau, und spiegel-online ist der Goliath ???

Montag, 2. Juli 2007

Sauerstoff trinken

Ich habe neulich am Münchener Volkslauf teilgenommen. Am Ziel gab es als Erfrischungsgetränke ein Gebräu namens "active 02". Die Flasche (0,75l) zwischen zwei Atemzügen geleert, erkannte ich, daß nicht etwa mein Handyprovider nun etwa in der Getränkeindustrie mitmischt - nein: dieses Produkt wirbt tatsächlich damit, daß es mit 50mg Sauerstoff / Liter bereichert sei.
Und ich dachte immer man müsste atmen um nicht zu ersticken...

Rechnen wir mal nach:
Ein Atemzug in Ruheatmung beträgt ca 0,5l Luft(http://de.wikipedia.org/wiki/Atemvolumen).
Doch besteht die Luft nicht aus reinem Sauerstoff sondern nur zu 21% (http://de.wikipedia.org/wiki/Luft). Wir atmen mit jedem Zug also 0,5 x 0,21 = 105ml Sauerstoff ein.

Wir wissen aus dem Chemieunterricht, daß gaßförmiger Sauerstoff (http://de.wikipedia.org/wiki/Sauerstoff) molekular vorliegt, also ein Mol 32g wiegt. Ein Mol sind unter Normalbedingungen (http://de.wikipedia.org/wiki/Normalbedingung) 22,4 Liter. Also braucht man für ein Mol (= 32 Gramm) 22400 / 105 = 213 Atemzüge. Entsprechen für 50g: 22400 / 105 / 32 x 50 = 333 Atemzüge. Also für 50mg 1/3 Atemzug.

Mit jedem Atemzug (Und wir reden hier von Ruheatmung!) inhalieren wir also den Sauerstoffgehalt von drei Litern = vier Flaschen "active 02".

Was war jetzt noch mal der Mehrwert von active O2 außer, daß es schmeckt wie Ostbrause ohne Kohlensäure ?

Dienstag, 5. Juni 2007

Bis zu drei Gewinne garantiert

Wenn Lotto das Haupt der Volksverarschung ist, dann ist Faber die Krönung!
Was für ein Versprechen: "Bis zu drei Gewinne garantiert!"

Was bedeutet das? Ich bekomme mindesten drei Gewinne ? NEIN!
"Bis" bedeutet nicht "mindestens", sonder "höchstens"!!!

Formulieren wir den Slogan neu: "Höchsten drei Gewinne garantiert!"
Aha. Sie garantieren mir also drei Gewinne - oder weniger. Gar kein Gewinn zum Beispiel.

Natürlich kann ich auch mehr als drei Gewinne bekommen, das ist aber nicht garantiert.

Zusammengefaßt also: Bei Faber gewinnt man vielleicht was, vielleicht aber auch nicht.

Montag, 4. Juni 2007

Für ein besseres Frühstück

So, es wird Zeit, den Blog seiner eigentlichen Bestimmung zuzuführen:

Die Wunderbare Welt der Werbung


Den Auftakt macht mein liebster Brotaufstrich: Nutella.
Was sehen wir auf der Vorderseite eines Nutellaglases ?
"mit dem Besten aus 1/3 Liter Milch".

Ja, es gibt sicher keine einfachere Methode an seinen drittel Liter Milch zu kommen, als ein Glas Nutella zu verputzen. Um aber zu unterstreichen, wie unglaublich gesund die Nuss-Nougat-Creme ist, finden wir auf der Rückseite wissenschaftliche Angaben, die dies zu belegen versuchen:

So decken z.B. 100g des Gelee Royals 25% des empfohlenen Tagesmenge an Magnesium, also ein Glas (400g) 100%. Möchte man seinen Tagesbedarf an Magnesium auf die süße Weise decken, verputzt man einfach ein Glas und nimmt nebenbei 2056 kcal zu sich (den Tagesbedarf eines Erwachsenen an Energie).

Dieselbe Rechnung kann man auch mit Kalzium machen:
Nur 1,5 Gläser Nutella (3084 kcal) decken den Tagesbedarf an Kalzium. Ebenso der drittel Liter (entrahmte) Milch mit ca. 100kcal.

Doch schauen wir und die "wertvollen" Zutaten mal genauer an:
Zucker, pflanzliches Öl, Haselnüsse (13%), fettarmer Kakao, Magermilchpulver (7,5%) - ah der drittel Liter Milch!, Emulgator Sojalecithin, Vanillin

Gehen wir davon aus, daß die letzten beiden Posten nur als Spurenelemente vorkommen, haben wir fünf Zutaten, wobei zwei einen Anteil von je über 13% ausmachen und zwei weniger. Gehen wir mal zu Gunsten von Nutella davon aus, daß auch 13% Kakao vorliegen, dann machen die letzten drei Posten zusammen 13% + 13% + 7,5% = 33,5% aus.

Bleiben also 2/3 für Öl und Zucker (+ das Fett in den anderen Zutaten).

Donnerstag, 24. Mai 2007

Hurrikan-Geschichte entlastet Erderwärmung

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,484612,00.html

Der Spiegel widerlegt den Zusammenhang zwischen der vom Menschen bewirkten Klimaerwaermung und der Zunahme von Hurrikanen mit seiner ganz eigenen Logik:

Die Temperatur an der Oberfläche der Meere nehme zwar wirklich zu, so Donnelly zu SPIEGEL ONLINE. "Doch das begünstigt die Entstehung von Hurrikanen nur", ist er überzeugt. Damit sei der menschengemachte Klimawandel noch nicht Schuld an den vielen Hurrikanen in den letzten Jahren.

Wir halten fest:

Dadurch dass die menschengemachte Erdwerwaermung die Entstehung von Hurrikanen beguenstigt, ist die menschengemachte Erdwerwaermung NICHT Schuld an den vielen Hurrikanen.

Das ist ja schlimmer als US-Propaganda!

Hallo ?
Was raucht die Spiegelredaktion eigentlich vor dem Fruehstueck ?

Dienstag, 8. Mai 2007

US-Schulen schwören Computern ab

http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,481086,00.html

In den USA will man festgestellt haben, dass der Einsatz von "Neuen Medien" (Ich liebe dieses Wort.) in der Schule nicht zu besseren Note der Schueler fuehrt.
Ein gewisser Lawson stellt die These auf:
Die digitalen Lernprogramme hätten sich als nutzlos erwiesen, schlimmer noch: als schädlich

Wie jeder Germanistikstudent lernt (also nicht Spiegelredakteure), kann man ein These nicht einfach so stehen lassen, es bedarf Argumente. Also erwartet der Leser im folgenden, etwas, was diese These untermauert und er findet:

Die Teenager nutzen ihre Schulcomputer nicht, um Mathe zu pauken oder mit Lehrern zu kommunizieren. Sie hacken sich stattdessen auf den Seiten regionaler Unternehmen ein und laden Pornos aus dem Internet auf ihre Rechner.

Schlimm, nur in wie weit ist da die Lernsoftware zu beschuldigen ?

Nun da draengen sich dem Leser zwei moegliche Schlussfolgerungen auf:
1) Der folgende Satz bezieht sich gar nicht auf die These; es werden also die Grundlagen der Eroerterung missachtet und eine These wird so im Raum stehen gelassen.
2) Der Author offennbarte uns mal wieder die der Spiegelredaktion anlastenden Probleme mit der deutschen Semantik.

Wie auch immer: Auch der Einsatz von "Neuen Medien" (Internet), erhoeht nicht die Qualitaet des Spiegels.

Donnerstag, 26. April 2007

Iren fürchten Verblödung durch SMS

http://www.spiegel.de/netzwelt/mobil/0,1518,479557,00.html

Das Schreiben von Kurznachrichten verrohe die Sprache irischer Jugendlicher, behauptet der Vorsitzende einer staatlichen Untersuchungskommission. Schlagende Beweise dafür liefert seine Studie aber nicht.

Wollen wir jetzt jede These, welche sich als Studie betitelt veröffentlichen ? Sommerloch ?

Mittwoch, 25. April 2007

Zweite Erde: Forscher melden Entdeckung eines bewohnbaren Planeten

http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/0,1518,479046,00.html

Richtig muesste es lauten
Spiegel meldet einen bewohnbaren Planeten.

Liebe Spiegelredaktion, was bedeutet "bewohnbar" ?
Richtig, dass man dort wohnen kann.

Da der Planet bewohnbar ist und nicht bereits bewohnt, will der Spiegel uns wohl sagen, dass wir hier einen Planeten haben, auf dem man (der Menschen) wohnen kann.

Wenn man den Artikel liest, wird einem mitgeteilt, dass der besagte Planet ca. 5 so schwer wie die Erde ist. Unter Vernachlaessigung der Eigenrotation und des 1,5 mal groesseren Radius finden die "Siedler" dort 5g vor.

Ich wuerde dort knapp 450kg wiegen.

Soweit zum Thema "bewohnbar".

Dienstag, 24. April 2007

Filme landen zuerst im Internet

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,479097,00.html

Wenn der Spiegel von etwas noch weniger Ahnung hat als Naturwissenschaften und Mathematik, dann sind es Computer:

"[...]nach dem Kinostart bereits rund 400.000 Mal illegal heruntergeladen worden."
Die Downloader haben sich wohl beim Spiegel gemeldet, wenn sie den Download abgeschlossen hatten.

"Zur Erfassung aller Raubkopien wurden sämtliche Internetforen und -portale durchforstet."
Das lassen wir mal unkommentiert stehen.

Samstag, 21. April 2007

"Ihnen wird allmählich bange"

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,478629,00.html

Eine größere Zahl Schiffe steckt im Packeis fest, Anlaß genug für Spiegelredakteure, unter Beweis zu stellen, daß sie in Mathematik fest stecken und kein Land mehr sehen:

Es sind 17 Boote mit rund 70 Robbenjägern, die den Rettern die meisten Sorgen bereiten: Sie gelten zurzeit als die am stärksten beschädigten Boote[...]

Wir haben also eine Menge an Boote (Ich unterstelle mal, es sind mindestens 17.), welche beschädigt sind. Diese lassen sich gedanklich nach ihrem Grad der Beschädigung anordnen. Nun kann man leicht die 17 stärksten Boote abzählen. Hier enden aber auch schon die Kenntnisse der Spiegelredaktion. Natürlich kann man jede Anzahl am stärksten beschädigten Boote abzählen!

Warum nur die ersten 17 die am stärksten beschädigten Boote sind, wissen sicher nur die 17 schlechtesten Redakteure.

Freitag, 23. März 2007

Manipulierte Mäuse sehen Farben

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,473507,00.html

Was lesen wir da:
"Eigentlich können nach heutigem Wissensstand nur Affen Farben ähnlich gut wahrnehmen wie der Mensch. Bei allen anderen Tieren ist diese Fähigkeit bestenfalls begrenzt entwickelt"

Hm und uneigentlich?
Warum bluehen Blumen wohl so bunt? Nur um das Auge der Spiegelredakteure zu erfreuen ?
Warum tragen Voegel so ein farbenfrohes Federkleid, wenn es keiner ausser Primaten sehen kann ?

Viele Insekten und Voegel koennen Farben deutlich intensiver erkennen als Primaten, zudem noch fuer uns unsichtbares UV-Licht!

Wo nimmt der Spiegel immer sein Unwissen her ?
Warum gelangt so ein Schwachsinn die Oeffentlichkeit ?
Hat der Spiegel kein Interesse an seinem Ruf ?

Samstag, 10. März 2007

Des Führers Pass

http://www.spiegel.de/panorama/zeitgeschichte/0,1518,470844,00.html

Ah, mal wieder ein Naziartikel bei Spiegel, hatten wir schon lange nicht mehr!
Hm, waorüber wurde denn noch nicht berichte ? Die Einbürgerung Hitlers.

Toll, jetzt will also eine unbedeutende Politikerin aus einer unbedeutenden Kleinstadt diesen Schritt rückgängig machen. Na bravo! Ein gefundenes Fressen für den Spiegel, wieder Großes aus unser Nazivergangenheit zu enthüllen.

Warum hat der Spiegel eigentlich ein solches Problem mit unserer Geschichte, daß er jeden noch so dummen Vorwand dankbar aufgreift, um jeden einzelnen daran zu erinnern, daß er damals eigenhändig mindestens 12 Juden, 7 Schwule und 11 Behinderte vergast hat. Versuchen da irgendwelche Redakteure, ihre Nazivergangenheit aufzuarbeiten oder was ist das los ?

Besonders schön finde ich die Tatsache - und sie unterstreicht auch nocheinmal die Bedeutungslosigkeit dieses Artikels, daß man, um die Brisanz zu illustrieren, mal wieder das ganze Nazibildband ausgegraben hat. Alle Bilder haben selbstredent nichts mit dem Artikel zu tun.

Naja, vielleicht konnte sie der Redakteur sein schweres Gewissen mit diesem Artikel ein wenig Erleichterung verschaffen.

Freitag, 9. März 2007

NEUE QUELLE: Idiotensichere Methode

http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,470143,00.html

Ein sehr amüsanter Artikel, Aids mit Bananenmatsch zu heilen, doch sicher nur bei Spiegel in die Rubrik "Wissenschaft" einsortiert. Vermutlich glaubt der Redakteur dran...

Donnerstag, 8. März 2007

Monsterwellen bedrohen Schiffe im Nordatlantik

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,470359,00.html

Wieder einmal verweist Spiegel-Online daß sie nicht rechnen können. Spiegel berichtet, dass Monsterwellen nicht einmal selten sind, sondern auf den Weltmeeren beinahe täglich vorkommen.

Die Authoren der - nur Spiegel vorliegenden - Studie beobachteten weltweit zwei bis drei Extremwellen pro Woche.

Rechnen wir mal nach: Zwei bis drei Wellen pro Woche ergibt alle 2,3 bis 3,5 Tage eine Welle - das ist nicht beinahe täglich! Vielleicht versteht der Redakteur den Unterschied, wenn man sein Gehalt durch 2,3 bzw 3,5 teilt.

Weiter mir nicht nachvollziehbar ist, inwieweit Wind Einluß auf die Lebensdauer haben soll:
Uns wird erklärt, daß die Kaventsmänner sich erheben, wenn eine hohe Woge eine zweite von ähnlicher Wellenlänge einholt und sich mit ihr zu einem Brecher vereint. Das düngt mir einleuchtend.
Trotzdem hat das Fachblatt "Natural Hazards and Earth System Sciences" (Band 7, Seite 123, 2007) gezeigt, dass heftiger Wind die Lebensdauer einer Monsterwelle erheblich verlängern kann. Wahrscheinlicher ist, daß es sich nicht um ein Fachblatt handelt oder Redakteur den Artikel nicht verstanden hat; denn der Sturm hält sicher nicht die überholende Welle just in dem Moment an, in dem sie die andere überlagert hat.

BTW: Was sind eigentlich die Einstellungskriterien bei Spiegelonline?
Den IQ einer toten Amöbe ?

Mittwoch, 7. März 2007

Sprengsatz-Bauanleitung bei mutmaßlichem Attentäter entdeckt

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,470516,00.html

Wayne.

Wayne interessierts ?
Irgendwo wird er ja seine Pläne herhaben.
Ist es wirklich einen einseitigen Artikel wert, zu berichten, daß die Pläne von irgendwo irgendwie auf den Rechner des Täters gekommen sind? Es ist völlig irrelevant! Der Mann hat bereits gestanden. Der Fall ist abgeschlossen. Gibt es wirklich nichts zu berichten ? Es fehlt nur noch der Hinweis, daß die Pläne aus dem bösen Internet kommen...

Da habt ihr mal wieder Bildzeitungsniveau erreicht. Schade.

Heiße Bäder können Spermien schädigen

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,470245,00.html

Schön, daß der Spiegel das auch schon bemerkt hat. Übrigens:
- Fliegenpilze können giftig sein,
- Äpfel können gesund sein und
- Kirschen können süß sein (oder sauer)

Manche behaupten auch, daß der Spiegel könne seriös sein.

Was ist das wieder für eine Nullaussage.
Alles kann und alles kann nicht! Nur ob es auch tut, das ist die Frage.

Aber mal abgesehen von diesem Griff ins Klo im Titel, welcher, falls beabsichtigt, zeigt, daß es hier nichts zu berichten gibt, da keine belastbaren Forschungsdaten vorliegen, wird dem Leser auch bei fortgesetzter Leküre offenbar, daß der Redakteur sie (seine Informationen) nicht alle beisammen hatte.

Wir lessen, daß Turek [...] nun (2007) Hinweise dafür gefunden hat, was bereits als überliefertes Allgemeinwissen voliegt und wovor jede Großmutter warnt. Zum Glück ist die Wissenschaft nicht so lahmarschig wie der Spiegel in seinem Erkenntnisgewinn.

Aber wir wollen gerecht sein; denn der Redakteur stellt selbst (vermutlich unbewußt) im letzten Absatz richtig, daß schon Studien von 1965 vorliegen.

Vom wissenschaftlichen Standpunkt aus, finde ich interessant, daß man von einer Versuchreihe mit 11 (!) Probanden glaubt, Erkenntnisse ableiten zu können. Sogar Turek selbst räumt ein, daß dies nicht genügt. Doch unser Redakteur schreibt naiv die Pressemeldung ab ohne sie zu verstehen.

Sonntag, 4. März 2007

PASSWORTE: Lieber kompliziert und lang

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,469579,00.html

Der Titel an sich ist schon toll, aehnlich wie:
AUTO: Lieber sparsam und schnell, oder
FRAUEN: Lieber sexy und klug

Aber lassen wir diese Kleinlichkeiten. Sachlich falsch ist im Zusammenhang dieses Artikel die Aussage Denn mit so genannten Brute-Force-Attacken sind solche Passwörter sehr schnell zu knacken.

Bis hier alles klar, doch nun verrät der Redakteur seine Unkenntnis von der Materie, über die er schreibt:

Dabei probiert ein Programm in kurzer Zeit sämtliche gängigen Kennwörter, ganze Wörterbücher und auch Zahlenfolgen durch - die gestiegene Rechnerleistung macht's möglich.


Toll. Leider Unsinn. Natürlich lassen sich kurzer Paßwörter leichter erraten und so durch ausdauerndes (automatisiertes) Probieren ermitteln. Doch steht dies in keinerlei Relation mit der zur Verfügung stehenden Rechnerleistung. Auch mit einem C64 kann man Paßwörter durchprobieren und das nicht langsamer als mit einer CRAY. Limitierender Faktor ist hier die Internetverbindung, das aber auch nur marginal, da die zu übertragende Datenmenge stark gegen nicht Signifikant tendiert. Zudem eine solche Versuchsreihe in den Logs hängen bleibt und jeden Admin aus dem Tiefschlaf holt. Das ganze hat übrigens nichts mit Brute-Force zu tun:

Nur der Hashwert des Paßwortes (eine kryptische Zeichenfolge, welche aus dem Paßwort generiert wird) und nicht das Paßwort im Klartext wird bei sicheren Betriebssytemen gespeichert. Aus dem Hashwert kann man nicht das Paßwort ermitteln. Was man machen kann, ist, den Hashwert von Paßwörtern auszurechnen und mit dem vorliegenden Hashwert zu vergleichen. Find man so (zufällig) ein Paßwort zum vorliegenden Hash, hat man gewonnen. Hier hilft Rechenpower, weil man bei mehr Leistung schneller Hashwerte zum Vergleich berechnen kann. Natürlich muß dem Hacker der Hash vorliegen. Wenn ein Hacker soweit ist, ist es meistens eh zu spät...

Aber weiter im Text:
Daher gilt: Je länger ein Passwort, desto besser.
Wieder Unsinn. Der Hashwert eines Wortes hat ein feste Länge, egal wie lang das Paßwort ist. Daraus folgt, daß es sich bei der Hashfunktion nicht um eine injektive Abbildung handelt, mehrere Paßwörter also auf denselben Hash abgebildet werden. Von daher hat die Länge des Paßwortes keinerlei Einfluß auf die Sicherheit gegen Brute-Force Methoden wie oben beschrieben.

Fazit:
Hier hat der Redakteur zwei Dinge gründlich vermischt: "Einloggen durch ausprobieren" (hier helfen lange und komplizierte Paßwörter) und "das Ermitteln eines passendes Paßwortes zu einem gegebenden Hashwert". Da es zum Hashwert eines 20 Zeichen langen Paßwortes auch ein nur 3 Zeichen langes geben kann, hat die Form und Länge des Paßwortes keine Bedeutung.

Schön, daß er trotzdem eine Stelle bekommen hat.

Mehrheit der Deutschen für Tempolimit auf Autobahnen

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,469787,00.html

Spiegel und Umfragen:
Drei Viertel der Befragten sind dem Bericht zufolge dafür, mit Steuermitteln die Fahrpreise in öffentlichen Verkehrsmitteln zu senken, um mehr Bürger zu bewegen, das eigene Auto stehen zu lassen.
Wahnsinn! Damit hat sicher keiner gerechnet! Dass der Buerger bereit waere, Geld vom Staat anzunehmen. Eigene Umfragen bringen es ans Licht: 3/4 würden einen steuerlichen Zuschuss zum Bahntickert befürworten und 3/4 wuerden sicher auch einen staatlichen Zuschuss zur Tankfüllung unterstützen. Ich lieber dumme Umfragen!

Nach dem Flugzeug gilt das Auto als der Umweltverpester Nummer zwei.

Schwachsinn!
Die Industrie, Kohlekraftwerke und die Landwirtschaft pusten deutlich mehr CO2 in die Atmosphäre. Gemeint ist sicherlich das Ranking unter den Verkehrsmittel. Lieber Spiegel, bitte schreibt was ihr meint. Wenn ihr nicht wißt, was ihr meint, dann schreibt auch nichts!

Samstag, 3. März 2007

Umfrage : Neun von zehn Deutschen wollen selbst etwas fürs Klima tun

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,469452,00.html

92 Prozent sagen, dass sie sich schon um klimaschonendes Verhalten bemühen - oder sich das zumindest vorgenommen haben.


und am Ende:

zehn Prozent halten den Klimaschutz für übertrieben.

Ich unterstelle mal diesen beiden Gruppen, daß sie disjunkt sind, dann folgt:

92% + 10% = 102%

Für die Meinungsstudie befragte Infratest-dimap im Auftrag der ARD-Tagesthemen und von acht Tageszeitungen am 26. und 27. Februar eintausend Wahlberechtigte.

Waren wohl 102 Wahlberechtigte...

Klimawandel hat die Welt schon jetzt im Schwitzkasten

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,469326,00.html

Der Klimawandel ist viel weiter fortgeschritten als bisher bekannt. Das zeigt ein bisher geheimer Teil des Uno-Weltklimareports, für den 30.000 Messreihen ausgewertet wurden.

Geheime Klimareport ?
Und Spiegel sprach zu erst mit den Toten...

Strahlendes Wasser aus Atomkraftwerk Temelin ausgetreten

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,469337,00.html

Aus dem tschechischen Atomkraftwerk Temelin sind am Montagabend 2000 Liter radioaktives Wasser ausgelaufen.

Nun fragen wir uns, wo ist es hingelaufen? In einen Fluss, in einen See oder einfach nur so im Boden versickert ?

Ferner fragen wir uns, was radioaktives Wasser ist.

Bei der Wahl des Titels bediente sich der Redakteur dem Stilmittel der "Übertreibung" um den Leser zu locken, wie es in seriösen Publikation wie z.B Bild oder tz vorgemacht wird. Am Ende des eigentlichen Artikels wird dann klar gestellt, daß das Wasser in einem Auffangbecken gelaufen ist, also nicht wirklich die Anlage verlassen hat. Hauptsache ersteinmal Panik schieben!

Nun zum wissenschaftlichen Fauxpas: "radioaktives Wasser".
Gemeint ist natürlich "radiaktiv kontaminiertes Wasser", ein Fehler der zeigt, daß dem Redakteur Grundkenntnisse in Physik fehlen. Schön für ihn, daß er einen Job gefunden hat.

Jagd beendet : Japans Walfänger ziehen sich zurück

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,469041,00.html

Hier lockt der Redakteur mit den Worten Jagd beendet und spricht so das Herz der Walfleischverschmähenden Mehrheit an. Doch dann folgt sofort der Schock: Allerdings soll die Flotte danach wieder auslaufen.

Verwirrt und enttäuscht lesen wir weiter:
Die Entscheidung, die bis Ende März dauernde Walfangsaison abzubrechen, wurde aber erst am heutigen Mittwoch offiziell bekannt gegeben.

Ja was nun, beendet oder unterbrochen ?

Nicht weiter schlimm, dass dem Redakteur nicht ganz klar war, wie es um die japanische Walforschungsflotte bestellt ist. Vielleicht ist ja nur die Jagdsaison abgebrochen nicht aber die Forschungssaison.

Aber jetzt der eigentliche Klopfer dieses Artikels:
Sicher handelt es sich für alle Walsympathisanten um eine nette Meldung, doch stellt sich mir sofort die Frage: Warum sortiert der Spiegel einen Artikel über kommerziellen Walfang in die Rubrik "Wissenschaft" ein, wo doch auch die Rubriken "Wirtschaft" oder "Panorama" bereitstehen.

Warum stützt Spiegel die japanische Propaganda vom "wissenschaftlichen" Walfang ?
Ist der Redakteur ein Sohn Nippons ?